Meniskustransplantat
Wie in der Sektion "Meniskektomie" beschrieben wird, gibt es Fälle, wo es keine andere Alternative gibt, als den gesamten Meniskus zu entfernen. Einige Patienten erhalten daraufhin die Option, ein Transplantat zu bekommen, wo Meniskusgewebe eines Verstorbenen (Allograft) anstelle des Meniskus ins Kniegelenk implantiert wird.
Einige Punkte müssen in die Entscheidung miteinfließen, ob ein Patient der geeignete Kandidat für eine Meniskustransplantation ist.
- Wie alt ist der Patient? In vielen Fällen wird diese Operation nur in Patienten, deren Alter zwischen 20 und 40 Jahren liegt, empfohlen.
- Konnten Schmerz und Schwellung nicht durch andere Methoden behandelt werden?
- Leidet der Patient an Arthrose? Wenn dies der Fall ist, ist der Patient kein Kandidat für eine Meniskustransplantation.
- Ist das Kniegelenk des Patienten in einem guten Zustand? Es ist beispielsweise sehr wichtig, dass der Patient über eine gerade Beinachse verfügt, also weder o-beinig noch x-beinig ist.
- Gibt es in der Vorgeschichte eine partielle oder totale Meniskusresektion? Wenn der Patient eine totale Meniskektomie durchlaufen hat und über einen gewissen Zeitraum ohne Meniskusgewebe gelebt hat, kann die Abnützung des Gelenkes schon fortgeschritten sein und eine Meniskustransplantation ist nicht mehr sinnvoll.
- Akzeptiert der Patient die genauen Rehabilitationsvorgaben nach der Operation?
- Gibt es Spendergewebe? Es stehen nur eine kleine Anzahl an Menisken zur Verfügung.
Das Ziel einer Meniskustransplantation ist es, durch die dämpfenden Eigenschaften des Meniskus die normale Funktion des Gelenkes wiederherzustellen. Es besteht die Hoffnung, dass dies in den Langzeitergebnissen zu einem Stop der degenerativen Umbauprozesse im Kniegelenk führen wird.







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